May Muslims attend funerals of non-Muslims?

Fatwa, posted 4.22.2010, from Germany, in:
Religious Authority: 
Auub Axel Kohler
Fatwa Question or Essay Title: 
May Muslims attend funerals of non-Muslims?

We live in a country where our neighbors are usually a different religion. Islam is a religion which places great value on interpersonal relationships. Our relations with all people should be directed out of courtesy and kindness. Allah does not forbid you respecting those who have not made war against you on account of (your) religion, and have not driven you forth from your homes, that you show them kindness and deal with them justly; surely Allah loves the doers of justice. (Quran 60, 8).

Attendance at funerals or expressions of condolences on the death of a person are a form of "goodness" (al Birr) to all people regardless of their religious importance, as long as they do not fight Islam. Therefore Muslims must participate at funerals of non-Muslim relatives, friends and neighbors as a form of human kindness and courtesy. It is also reported that the Prophet (as) stood up out of respect for a corpse who was carried past him. When one of his companions said that the deceased was not a Muslim but a Jew, he replied: "Was it not a human soul?" This means that a human soul in life and death must be respected.

We should therefore go to funerals of our non-Muslim friends, colleagues and neighbors.

Wir leben in einem Land, in dem unsere Nachbarn in der Regel einer anderen Religion angehören. Ist es erlaubt, an der Beerdigung eines nichtmuslimischen Nachbarn oder Freundes teilzunehmen? Islam ist eine Religion, die großen Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen legt. Unsere Beziehungen zu allen Menschen sollten daher von Höflichkeit und Güte geleitet sein. Wer nicht unser Feind ist, hat auch einen Anspruch darauf (Koran 60, 8). Die Teilnahme an Beerdigungen oder Beileidsbekundungen zum Tode eines Menschen sind eine Form der "Güte" (al birr), die allen Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zukommt, solange sie nicht den Islam bekämpft haben. Deswegen dürfen Muslime an Begräbnissen von nicht-muslimischen Verwandten, Freunden und Nachbarn als eine Form von menschlicher Güte und auch aus Höflichkeit teilnehmen. Auch sollte man den Angehörigen seine Anteilnahme aussprechen. So wird berichtet, der Prophet habe einem seiner Gefährten befohlen, seinen nichtmuslimischen Vater zu beerdigen, als er von dessen Tod erfuhr. Es wird auch berichtet, dass der Prophet (a.s.) aufstand und Respekt für eine vorbeigetragene Leiche zeigte. Als ihm seine Gefährten sagten, es handele sich bei dem Verstorbenen um keinen Muslim, sondern eine Jüdin, entgegnete er: "Hatte sie denn keine menschliche Seele?" Das bedeutet, dass eine menschliche Seele im Leben und im Tod geachtet werden muss. Wir sollten daher zu Beerdigungen unserer nicht-muslimischen Freunde, Kollegen und Nachbarn gehen, ohne aber an deren Totengebeten teilzunehmen. Es ist uns weder gestattet, an nicht-islamischen Gebetsgottesdiensten teilzunehmen, noch für solche Menschen zu beten, die im Zustand des Nichtglaubens starben.